~ Indigene Borari-Kunst ~
~ Indigene Borari-Kunst ~
Langjährige Partnerschaft mit der Künstlerin und Aktivistin Vandria Borari sowie mit der Gruppe indigener Frauen Karuanas. Der Kampf der Frauen in Kunst und Politik ist von zentraler Bedeutung für den Schutz des Borari-Territoriums im Bundesstaat Pará. VANDRIAS Kunst ist Ausdruck von Spiritualität, Ancestralität und Gemeinschaft – sie entspringt den Wäldern, den Flüssen und den Territorien, die uns tragen. Sie ist ein Akt des Widerstands und eine Bekräftigung der Existenz, denn Kunst ist für uns gleichbedeutend mit Leben.
In der Installation „Resistência Ancestral“ zeige ich die harte Realität, die in den indigenen Gebieten und den Schutzgebieten des Amazonas herrscht. Die Ausweitung des Sojaanbaus und der Viehzucht kostet Leben und zerstört den Wald. Diese kriminellen Aktivitäten bedrohen unsere heiligen Orte, löschen archäologische Stätten aus und verletzen zutiefst unsere Geschichte und unser kollektives Gedächtnis. Das Werk ist zugleich ein Appell an den Markt, der die Abholzung finanziert und antreibt.
Die Ausstellung „Die Anderen – Spuren des Kolonialismus“, kuratiert von Lucero Allegri, fand zwischen Oktober und November 2022 im Kunstraum Kasko in Basel, Schweiz, statt. In dieser Ausstellung arbeitete Mael Anhangá am Sounddesign mit und komponierte die Filmmusik zur Ausstellung.
Das Kollektiv As Karuana, bestehend aus indigenen Frauen der Völker Borari, Tapajó, Kumaruara und Tupinambá aus der Region Baixo Tapajós (im Dorf Alter do Chão, Bundesstaat Pará), entstand im Jahr 2019 mit der Mission, das angestammte Wissen, die Flüsse und die Wälder durch Musik, Tanz und Aktivismus zu bewahren und zu verteidigen. Der Name „Karuana“ bezieht sich auf die verzauberten Wesen der amazonischen Kosmologie, die über das Wasser und den Wald wachen. Mit Rhythmen wie Carimbó, indigenen Gesängen und eigenen Kompositionen stärkt die Gruppe ihre kulturelle und politische Präsenz.